Glossar

Alle wichtigen Begriffe zu
unserem Schaffen

Verstehen Sie unsere Arbeit ein wenig mehr und stöbern Sie in unserem Lexikon!

Abricht-/Dickenhobelmaschine

Kombinationsmaschine, die in einem Arbeitsgang eine Holzoberfläche eben hobelt (Abrichten) und das Werkstück auf eine exakte Stärke bringt (Dickenhobeln). Grundlage für maßhaltige Massivholz-Bauteile.

ABS-Kante

Kantenband aus Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer. Strapazierfähig, feuchtigkeitsbeständig und in nahezu allen Dekoren erhältlich; gängigster Werkstoff beim Kantenanleimen an Plattenwerkstoffen.

Absauganlage

Zentrale Unterdruckanlage, die an allen Bearbeitungsstationen Späne, Staub und Schleifpartikel erfasst und abführt. Schützt Mitarbeiter, Maschinen und Umgebung; bei Schweikart auf den gesamten Fertigungsdurchlauf ausgelegt.

Achse (CNC)

Lineare oder rotatorische Bewegungsrichtung eines CNC-Aggregats. Standardachsen: X (quer), Y (längs), Z (vertikal). Erweiterte Maschinen verfügen über A-, B- und C-Achsen für Winkel- und Neigungsbewegungen.

Arbeitsvorbereitung (AV)

Planungsphase vor Fertigungsbeginn: Erstellen von Stücklisten, Zuschnittoptimierung, NC-Programmierung, Werkzeugauswahl und Maschinenbelegung. Stellt einen reibungslosen Produktionsablauf sicher.

ATC (Automatic Tool Changer)

Automatischer Werkzeugwechsler. Ein Werkzeugmagazin an der CNC-Maschine, das verschiedene Fräser, Bohrer oder Sägeblätter vollautomatisch und ohne Maschinenstopp wechselt.

Aufmaß

Vor-Ort-Vermessung von Einbausituationen (z. B. Wandnischen, Treppenstufen) als Grundlage für passgenaue Fertigung. Bei Schweikart Teil der Projektierungsleistung.

Baugruppe

Vorgefertigte Unterbaueinheit aus mehreren Einzelteilen (z. B. Schubladenkasten, Korpuselement), die beim Kunden oder in der Endfertigung ohne Nacharbeit montiert wird.

Bohraggregat

CNC-gesteuertes Mehrfachbohr-Werkzeugträger, der in einem Arbeitsgang mehrere Löcher gleichzeitig setzt. Wird für Dübel-, Beschlag- und Griffbohrungen eingesetzt.

Bohrtiefe / Sackloch

Tiefe eines Bohrlochs, das das Werkstück nicht vollständig durchdringt (Sackloch) im Unterschied zum Durchgangsloch. Für Beschlagmontagen wie Topfscharniere oder Regalböden relevant.

CAD (Computer-Aided Design)

Softwaregestützte Konstruktion und Zeichnungserstellung. CAD-Daten bilden die Basis für die anschließende CAM-Programmierung; gängige Formate sind DXF, DWG und STEP.

CAM (Computer-Aided Manufacturing)

Software, die CAD-Modelle in Maschinencode (G-Code) umwandelt. Sie berechnet Werkzeugwege, Schnitttiefen und Vorschubgeschwindigkeiten automatisch und optimiert die Bearbeitungsreihenfolge.

CNC (Computerized Numerical Control)

Computergestützte numerische Steuerung von Werkzeugmaschinen. Alle Bewegungen der Maschine werden durch digitale Steuerbefehle (G-Code/M-Code) exakt wiederholt ausgeführt – Grundlage der modernen Holzteilefertigung.

CNC-Bearbeitungszentrum

Mehrachsige CNC-Maschine, die Fräsen, Bohren, Sägen, Nuten und ggf. Kantenanleim-Vorgänge in einer Aufspannung kombiniert. Reduziert Rüstzeiten und steigert Maßhaltigkeit.

Deckfurnier

Dünne Echtholzlage (0,3–1,5 mm), die auf Trägermaterialien (MDF, Multiplex) aufgepresst wird und ein hochwertiges Holzbild erzeugt. Standardisiertes Halbzeug für Möbel- und Innenausbau.

Drehzahl (n)

Umdrehungen pro Minute (U/min) der Frässpindel. Beeinflusst Schnittqualität und Standzeit des Werkzeugs; muss auf Werkzeugdurchmesser und Werkstoffart abgestimmt werden.

Durchlaufmaschine

Maschine, bei der das Werkstück auf einem Transportband oder Förderwalzen kontinuierlich durch das Werkzeugfeld geführt wird (z. B. Kantenanleimer, Durchlaufschleifer). Ermöglicht hohe Stückzahlen.

DXF (Drawing Exchange Format)

Offenes Dateiformat für 2D-Vektorgrafiken; wird beim Datenaustausch zwischen CAD-System und CNC-Software eingesetzt. Enthält Konturen, Bohrpunkte und Bearbeitungsinformationen.

Echtholzfurnier

Aus Massivholz geschnittene oder gemesserte Deckschicht. Erzeugt eine naturechte Holzoberfläche auf Plattenwerkstoffen, bei minimiertem Holzeinsatz.

Einschlagtechnik / Einpressdübel

Verbindungsmittel, das durch Einschlagen oder Einpressen in vorgebohrt Löcher eine stoff- und formschlüssige Verbindung herstellt.

Fase

Abgeschrägte Kante zwischen zwei Flächen, meist unter 45°. Dient der Montageerleichterung, Kantenoptik oder zur Vermeidung von Ausbrüchen beim Handling.

Feder-Nut-Verbindung

Mechanisches Verbindungsprinzip: Ein vorstehender Steg (Feder) greift formschlüssig in eine Aussparung (Nut) ein. Weit verbreitet bei Parkettböden, Dielen und Plattenstößen.

Finish (Oberfläche)

Endbehandlung einer Oberfläche durch Schleifen, Lackieren, Ölen oder Wachsen. Bestimmt Optik, Haptik, Schutzwirkung und Pflegeaufwand des fertigen Produkts.

Flachbettfräse

CNC-Fräsmaschine mit horizontaler Aufspannfläche. Das Werkstück liegt flach auf dem Vakuumtisch; die Spindel fährt in X-Y-Z-Richtungen. Universell einsetzbar für Platten- und Formteile.

Formteil

Bauteil mit nicht-geradlinigem Profil oder Kontur, z. B. geschwungene Möbelteile, Radien und Freiformflächen. Bei Schweikart als eigenständige Produktgruppe geführt.

Fräsen

Spanendes Zerspanungsverfahren mit einem rotierenden Mehrzahnwerkzeug. Beim Holzfräsen werden Konturen, Taschen, Nuten, Profile und 3D-Freiformen erzeugt.

Fräser

Rotierendes Schneidwerkzeug aus Hartmetall (HM) oder beschichtetem Stahl mit definierten Schneidkanten. Typen: Schaftfräser, Nutfräser, Kopierfräser, Radiusfräser u. v. m.

Frässpindel

Antriebseinheit der CNC-Maschine, die den Fräser mit hoher Drehzahl (10.000–30.000 U/min) rotieren lässt. Bestimmt maßgeblich Leistung und Bearbeitungsqualität.

Furnierpresse

Hydraulische oder pneumatische Presse zum Aufleimen von Furnieren oder Beschichtungen auf Trägermaterialien. Sorgt für gleichmäßige Flächenpressung ohne Blasen oder Verformungen.

G-Code

Standardisierte Programmiersprache für CNC-Maschinen (DIN 66025). G-Befehle steuern Bewegungen (G0 = Eilgang, G1 = Linearbewegung, G2/G3 = Kreisbewegung); M-Befehle schalten Maschinenaggregate.

Gratleiste

Schwalbenschwanzförmige Nut-Feder-Verbindung, die Bretter gegen Verwölben sichert; in der CNC-Holzbearbeitung als gefräste Profilverbindung ausgeführt.

Grundierung

Erste Lackschicht, die den Werkstoff versiegelt, die Saugfähigkeit ausgleicht und die Haftung der Decklacke verbessert. Grundlage für ein gleichmäßiges Lackierergebnis.

Hartmetall (HM)

Verbundwerkstoff aus Wolframcarbid-Partikeln in einer Kobalt-Matrix. Wesentlich härter und verschleißfester als Stahl; Standard für CNC-Fräser und Sägeblätter in der Holzbearbeitung.

HDF (High Density Fibreboard)

Hochdichte Faserplatte mit einer Rohdichte > 800 kg/m³. Glatte Oberfläche, gut lackierbar; Einsatz als Rückwand, Laminatträger und in der CNC-Kleinteilefertigung.

Hirnholz

Holzquerschnitt senkrecht zur Faserrichtung. Zeigt die Jahresringe; saugt mehr Feuchtigkeit und Lack auf als Längs- oder Radialschnitt. Besondere Beachtung bei Beschichtungen erforderlich.

Hobeln (4-Seiten-Hobeln)

Spanendes Verfahren, bei dem alle vier Längsseiten eines Massivholzprofils in einem Durchgang auf Maß gebracht werden. Erzeugt parallelflächige, kalibrierte Rohprofile.

HOMAG

Führender Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen (CNC-Bearbeitungszentren, Kantenanleimer, Sägen). Schweikart setzt mehrere HOMAG-Maschinen im Produktionsbetrieb ein.

IMOS / CAD/CAM-Integration

Branchensoftware für Planung und Programmierung von Möbel- und Holzteilen; erzeugt automatisch CNC-Programme, Stücklisten und Zuschnittoptimierungen aus einem Konstruktionsmodell.

Intarsie

In eine Holzoberfläche eingelassenes Dekorornament aus andersfarbigem oder -strukturiertem Material. In der CNC-Fertigung durch präzises Ausfräsen der Aufnahmetasche realisierbar.

Jahresring

Jährlich gebildete Holzschicht eines Baumes, erkennbar als konzentrischer Ring im Querschnitt. Jahresringbreite und -dichte bestimmen Holzhärte, Festigkeit und Dekorcharakter.

Kalibrieren

Bearbeitungsschritt, bei dem ein Werkstück auf exakte Maße geschliffen oder gehobelt wird. Gleicht Dickenschwankungen aus und schafft eine definierten Ausgangsgrundlage für Folgeoperationen.

Kantenanleimen

Verfahren, bei dem ein Kantenband (ABS, PVC, Echtholz, Acryl) auf die Schmalfläche eines Plattenteils aufgebracht wird. Schützt den Kern vor Feuchtigkeit und verleiht ein sauberes Erscheinungsbild.

Kantenband

Schmales Band aus Kunststoff oder Holz, das auf Plattenkanten aufgeleimt wird. Erhältlich in Dicken von 0,4–3 mm und beliebigen Dekoren; Qualität entscheidend für Langlebigkeit.

Konturfräsen

Fräsbearbeitung entlang einer beliebigen 2D-Kontur (Freiform, Radius, Fase). Das CNC-Programm berechnet den Werkzeugmittelpunkt-Offset automatisch.

Kreissäge (Formatkreissäge)

Stationäre Säge mit präzise führbarem Anschlagsystem; für rechtwinkligen oder Winkelzuschnitt von Platten und Profilen. Basis jeder Holzbearbeitungsanlage.

Kunststoffteile

Bei Schweikart werden neben Holzwerkstoffen auch technische Kunststoffe (PE, POM, Acryl, Resysta u. a.) CNC-bearbeitet – für feuchte oder spezielle Einsatzbereiche.

Lackierung

Auftragen von Grund- und Decklacken zum Oberflächenschutz und zur optischen Veredelung. Methoden: Spritzlackierung, Rollenlackierung, Tauchbeschichtung. Bei Schweikart in eigener Lackierkabine.

Lamellierbrettware

Auf Breite und Dicke kalibrierte Brettware, die zu Leimholzplatten oder -trägern zusammengefügt wird. Basis für Massivholzplatten, Küchenarbeitsplatten und Konstruktionselemente.

Laser-Kantenanleimer

Modernes Kantenanleimverfahren ohne Kleber: Ein Laser schmilzt eine transparente Funktionsschicht auf dem Kantenband auf, die mit der Plattenoberfläche eine fugenlose, optisch unsichtbare Verbindung eingeht.

Leimholz

Aus Massivholzlamellen zusammengesetztes Halbzeug. Maßstabiler als Vollholz, da sich die Quell- und Schwindneigungen der einzelnen Lamellen gegenseitig kompensieren.

M-Code

Ergänzender CNC-Befehl (neben G-Code) für Maschinenfunktionen wie Spindel ein/aus (M3/M5), Kühlmittel, Werkzeugwechsel (M6) oder Programmende (M30).

Massivholz

Reines, unverarbeitetes Holz, das direkt aus dem gewachsenen Stamm gewonnen wird. Natürliche Maserung, Lebendigkeit und Haptik; erfordert besondere Beachtung des Schwind- und Quellverhaltens.

MDF (Medium Density Fibreboard)

Mitteldichte Faserplatte; homogene Masse aus aufgeschlossenen Holzfasern mit Bindemittel. Sehr gut fräsbar, formstabil und lackierbar; Standardwerkstoff im Möbel- und Innenausbau.

Multiplex

Mehrschicht-Sperrholz aus kreuzweise verleimten Furnierschichten. Hohe Biege- und Scherfestigkeit; eingesetzt für tragende Konstruktionselemente, Böden und Möbelkorpusse.

NC-Programm

Die Gesamtheit aller G- und M-Befehle, die eine CNC-Maschine zur Fertigung eines Bauteils ausführt. Wird in der Arbeitsvorbereitung über CAM-Software erzeugt.

Nesting

CNC-Fertigungsverfahren, bei dem alle benötigten Teile eines Auftrags verschnittoptimiert auf einer Rohplatte angeordnet und in einem Arbeitsgang ausgefräst werden. Minimiert Materialeinsatz und Rüstzeiten.

Nut

Längliche Aussparung in einem Werkstück zur Aufnahme einer Feder, eines Einlegeboden-Zapfens oder einer Dichtung. Tiefe, Breite und Lage werden im CNC-Programm exakt definiert.

Oberflächenrauhigkeit (Ra)

Kennwert für die mittlere Rauheit einer bearbeiteten Oberfläche in Mikrometern. Je kleiner Ra, desto glatter die Fläche; maßgeblich für Lackierergebnis und haptische Qualität.

Ölen / Wachsen

Natürliche Holzveredelung durch Einarbeiten von Ölen oder Wachsen. Schützt die Oberfläche, betont die Holzstruktur und ermöglicht einfache Reparatur; offenporige Alternative zum Lackieren.

OSB (Oriented Strand Board)

Grobspanplatte aus kreuzweise orientierten Langspänen. Tragfähig, kostengünstig; Einsatz im Rohbau, als Schalungsplatte und in der Innenraumgestaltung.

Plattenwerkstoffe

Oberbegriff für industriell hergestellte, flächige Holzwerkstoffe (MDF, Spanplatte, Sperrholz, Multiplex, OSB, HDF). Formstabiler und gleichmäßiger als Massivholz; Hauptwerkstoff in der CNC-Fertigung.

Postprozessor

Softwaremodul, das den universellen CAM-Ausgabe-Code in den maschinenspezifischen G-Code einer bestimmten CNC-Steuerung (z. B. HOMAG WoodWOP) übersetzt.

Profil

Querschnittsform eines Werkstücks nach spanender oder profilierender Bearbeitung: Viertelstab, Hohlkehle, Abschrägung usw. CNC-Fräser ermöglichen nahezu beliebige Profilgeometrien.

Profilschleifen

Schleifen von Profilen und Konturen mit angepassten Schleifwerkzeugen. Erzeugt gleichmäßige, kantenfreie Oberflächen auf Formteilen und Leisten.

Profilummantelung

Aufbringen einer dünnen Dekorfolie oder eines Furniers auf ein vorgefertigtes Trägerprofil (Leiste, Rahmen) über Spezialwalzen. Ergibt optisch hochwertiges Erscheinungsbild bei geringem Materialeinsatz.

Qualitätssicherung (QS)

Systematische Überprüfung aller Fertigungsschritte gegen definierte Toleranzen und Normen. Umfasst Eingangs-, Zwischen- und Endkontrolle; dokumentiert in Prüfprotokollen.

Radius / Rundung

Kreisförmige Innen- oder Außenkurve an einem Bauteil. In der CNC-Bearbeitung durch Interpolation (G2/G3) oder geeignete Fräser exakt erzeugbar.

Referenzpunkt (Maschinennullpunkt)

Fester Ausgangspunkt im Maschinenkoordinatensystem. Beim Einrichten wird jedes Werkstück relativ zum Referenzpunkt positioniert, damit Koordinaten korrekt umgerechnet werden.

Roh-Zuschnitt

Erster Zuschnitt einer Platte oder eines Bretts auf ein Rohmaß, das ausreichend Aufmaß für Folgebearbeitungen lässt; Basis für nachfolgende Fein-Bearbeitung.

Rohdichte (Holz)

Masse pro Volumeneinheit eines Holzstücks bei definiertem Feuchtegehalt (z. B. 12 %). Bestimmt Bearbeitbarkeit, Festigkeit und Eignung für verschiedene Anwendungen.

Sackloch

Bohrung oder Nut, die das Werkstück nicht vollständig durchdringt; endet an einem definierten Tiefenpunkt. Typisch für Möbelbeschläge (Topfscharnier-Bohrung Ø 35 mm).

Schichtstoffplatte (HPL/CPL)

Platte aus harzgetränkten Papierlagen unter hohem Druck verpreßt. Extrem kratz- und hitzebeständig; Einsatz als Küchenarbeitsplatte, Laborplatte oder Tischfläche.

Schleifen

Abtragen von Werkstoffmengen mit gebundenem Schleifkorn. Erzeugt glatte Oberflächen und bereitet für Lackierungen vor. Varianten: Flächen-, Profil-, Schmal- und Zwischenschliff.

Schnittgeschwindigkeit (vc)

Umfangsgeschwindigkeit der Schneidkante eines Fräsers in m/s oder m/min. Errechnet sich aus Drehzahl und Werkzeugdurchmesser; beeinflusst Schnittqualität und Werkzeugstandzeit.

Spanplatte

Holzwerkstoff aus beleimten Holzspänen unter Druck und Wärme verpresst. Kostengünstig und formstabil; Kern vieler Möbel- und Innenausbauplatten.

Sperrholz

Aus kreuzweise verleimten Furnierschichten aufgebauter Holzwerkstoff. Geringe Quell- und Schwindneigung; hohe Stabilität. Einsatz im Möbel-, Fahrzeug- und Messebau.

Spindel

Drehende Hauptantriebseinheit der CNC-Maschine, an der das Fräswerkzeug eingespannt wird. Leistung (kW) und maximale Drehzahl definieren das Einsatzspektrum.

Stückliste

Strukturierte Auflistung aller Einzelteile eines Produkts mit Maßen, Mengen, Werkstoffen und Bearbeitungshinweisen. Bindeglied zwischen Konstruktion, AV und Fertigung.

Taschenfräsen

Ausfräsen einer flächigen Vertiefung (Tasche) in ein Werkstück, ohne es vollständig zu durchdringen. Für Einbaufächer, Logos, Beschlagaufnahmen und Leichtbaustrukturen.

Tiefziehfolie

Thermoplastische Folie, die unter Wärme und Vakuum dreidimensionale Formen überzieht. Ermöglicht komplexe Profilummantelungen mit fugenlosem, dekorativem Überzug.

Toleranz

Zulässige Abweichung eines Maßes oder einer Form vom Sollwert. CNC-Bearbeitungen erreichen routinemäßig Toleranzen im Bereich ± 0,1 mm.

Trennschnitt

Vollständiges Durchtrennen eines Werkstücks; Gegensatz zum Taschenfräsen oder Sackloch. Im Nesting wird der Trennschnitt als letzter Bearbeitungsschritt ausgeführt.

Ummantelung / Profilummantelung

Beschichten eines Trägerprofiles (Holz, MDF) mit Dekorfolien, Furnieren oder Schichtstoffen. Ergibt designgerechte Oberflächen bei gleichzeitig wirtschaftlicher Kernmaterialwahl.

Vakuumspannsystem

Aufspannvorrichtung, bei der das Werkstück durch Unterdruck (Vakuum) auf dem Maschinentisch gehalten wird. Keine mechanischen Spannelemente behindern den Fräser; ideal für flächige Plattenteile.

Verzug

Unerwünschte Verformung eines Holzwerkstücks durch ungleichmäßige Feuchteaufnahme oder -abgabe, einseitige Beschichtung oder Eigenspannungen. Zu minimieren durch korrekte Lagerung und Klimatisierung.

Vorschub (f / vf)

Geschwindigkeit, mit der das Werkzeug relativ zum Werkstück bewegt wird, in mm/min. Zusammen mit Drehzahl und Schnitttiefe einer der wichtigsten Zerspanungsparameter.

Wendeschneidplatte (WSP)

Auswechselbare Schneidkörper aus Hartmetall, die bei Verschleiß gedreht oder ersetzt werden, ohne den Werkzeugkörper auszutauschen. Wirtschaftliche Alternative zu fest gelöteten Messern.

Werkzeugkorrektur (Offset)

Im CNC-Programm hinterlegter Korrekturbetrag, der den tatsächlichen Werkzeugdurchmesser oder die Länge berücksichtigt und so Maßhaltigkeit trotz Werkzeugverschleiß sichert.

X/Y/Z-Achse

Kartesisches Koordinatensystem zur Beschreibung von Maschinenbewegungen: X = Querrichtung, Y = Längsrichtung, Z = Höhenrichtung (Zustellachse). Basis aller CNC-Positionierangaben.

Zuschnitt

Erster Fertigungsschritt: Platte oder Profil wird auf das benötigte Rohmaß gesägt. Bei Schweikart Teil des vollständigen Fertigungsablaufs mit anschließender CNC-Feinbearbeitung.

Zustelltiefe (ap)

Tiefe, in die ein Fräswerkzeug pro Schnittebene in das Werkstück eintaucht. Beeinflusst Schnittkraft, Fräserbelastung und Oberflächenqualität; abhängig von Werkzeug und Werkstoff.

Zyklus (CNC-Zyklus)

Vordefinierte Bearbeitungsabfolge für häufig wiederkehrende Operationen (z. B. Bohrzyklus, Taschenfreifräszyklus). Verkürzt die Programmerstellung und erhöht die Zuverlässigkeit.